Soforthilfe für Ihr Unternehmen beantragen? So funktioniert‘s.

 

Anträge für die Soforthilfe können bis zum 31. Mai 2020 eingereicht werden.


Ausfüllhilfe zum Corona-Soforthilfe-Antrag - HMWEVW - Stand 29.03.2020 (PDF / 100.35 KB)

Anleitung: Dokumente-Scanner als App - für Corona-Soforthilfe-Antrag (PDF / 84.68 KB)

Soforthilfe für Selbstständige, Freiberufler und kleine Betriebe

Die Hessische Landesregierung hat ein Soforthilfsprogramm aufgelegt: Gewerbliche Unternehmen und Unternehmen der Land- und Forstwirtschaft (ausgenommen Primärerzeugung), Sozialunternehmen, sowie Selbstständige, Soloselbstständige und Angehörige der Freien Berufe, die sich unmittelbar infolge der Corona-Pandemie in einer existenzbedrohenden wirtschaftlichen Lage befinden und massive Liquiditätsengpässe erleiden, werden mit einem einmaligen, nicht rückzahlbaren Zuschuss unterstützt. Lesen Sie hier weiter.

Quelle: Hessisches Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Wohnen

 

Finanzierungshilfen von Bund und Land

Corona-Soforthilfe Hessen

 

Das »Hessische Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Wohnen« hat ein Soforthilfsprogramm aufgelegt, um hessische Unternehmen aller Branchen angesichts der wirtschaftlichen Folgen der Corona-Virus-Pandemie zu unterstützen und Arbeitsplätze zu sichern.

Existenzgefährdete Unternehmen, Selbstständige, Soloselbstständige und Angehörige freier Berufe erhalten einen einmaligen Zuschuss, um die wirtschaftlichen Belastungen durch die Corona-Virus-Pandemie zu mindern. Das Soforthilfsprogramm des Landes setzt auf das Programm des Bundes für Kleinstunternehmen und Soloselbständige auf und ergänzt dieses. Im Folgenden das Wichtigste aus den Richtlinien:

Wer wird gefördert?

Förderberechtigt sind Selbstständige (auch Angehörige freier Berufe und Künstler), Kleinstunternehmen, kleine oder mittlere Unternehmen (mit Ausnahme der Primärerzeugung auch der Landwirtschaft) mit bis zu 50 Beschäftigten (Vollzeitäquivalente). Der Hauptsitz des antragstellenden Unternehmens bzw. Wohnsitz der antragstellenden Einzelperson muss in Hessen sein.

Was wird gefördert?

Gegenstand der Förderung ist ein einmaliger nicht-rückzahlbarer Zuschuss, der ausschließlich für Förderberechtigte gewährt wird, die unmittelbar infolge der Corona-Virus-Pandemie in eine existenzgefährdende wirtschaftliche Schieflage bzw. in massive Liquiditätsengpässe geraten sind und diesen Liquiditätsengpass nicht mit Hilfe sonstiger Eigen- oder Fremdmittel ausgleichen können.

Die Zuschüsse werden zur Überwindung der existenzbedrohlichen Wirtschaftslage bzw. des Liquiditätsengpasses gewährt, die durch die Corona-Virus-Pandemie vom Frühjahr 2020 entstanden sind. Liquiditätsengpässe, die vor dem 11. März 2020 entstanden sind, sind nicht förderfähig.

Höhe der Förderung

Die Förderung wird als einmaliger, nicht rückzahlbarer Zuschuss gewährt.

Die Soforthilfe ist als Festbetrag gestaffelt nach der Zahl der Erwerbstätigen und beträgt inklusive der Bundesförderung (Eckpunkte des Soforthilfe-Programms

bis zu 5 Beschäftigte: 10.000 Euro

bis zu 10 Beschäftigte: 20.000 Euro

bis zu 50 Beschäftigte: 30.000 Euro

Teilzeitbeschäftigte sind in Vollzeitäquivalente umzurechnen.

Die aufgrund der Corona-Virus-Pandemie entstandene existenzbedrohliche Wirtschaftslage bzw. die Liquiditätsengpässe sind durch Eidesstattliche Versicherung zu bestätigen. Die Bewilligungsbehörde behält sich eine Überprüfung der Angaben im Antragsformular und der wirtschaftlichen Verhältnisse vor. Obergrenze für die Höhe der Förderung ist der Betrag des durch die Corona-Krise verursachten Liquiditätsengpasses. In diesem Fall legt die Bewilligungsbehörde einen geringeren Festbetrag fest. Mögliche Entschädigungsleistungen nach dem Infektionsschutzgesetz sowie zustehende Versicherungsleistungen aus Absicherung von Betriebsunterbrechungen oder Betriebsausfall werden auf den vorgesehenen Zuschuss angerechnet. Unabhängig davon ist eine Kumulierung mit sonstigen staatlichen oder EU-Hilfen zum Ausgleich der COVID-19-Pandemie ausgelösten Liquiditätsengpässe im Rahmen der beihilferechtlichen Vorgaben möglich.

Antragsverfahren | vorraussichtlich ab 30. März, 15 Uhr!

Anträge können Sie nur beim Regierungspräsidium Kassel stellen. Die Handwerkskammer Kassel steht Ihnen für Fragen zum Antragsprozess aber zur Verfügung. Anträge auf Förderung sind daher zu richten an das Regierungspräsidium Kassel. Der Förderantrag ist als Download auf der Website des Regierungspräsidiums Kassel abrufbar und direkt online ausfüllbar: http://www.rpkshe.de/coronahilfe

 

Liquiditätshilfen für kleine und mittlere Unternehmen in Hessen

 

Was wird gefördert?

Das Programm soll zur Verbesserung der Finanzierungsstruktur sowie der Liquiditätssituation beitragen und die Aufnahme von zusätzlichem Fremdkapital ermöglichen. Die Finanzierung erfolgt in Form eines Nachrangdarlehens im vollen Risiko der WIBank, für das keine banküblichen Sicherheiten erforderlich sind.

Wer wird gefördert?

Antragsberechtigt sind Unternehmen im Bereich der gewerblichen Wirtschaft (einschließlich gewerblich tätiger Sozialunternehmen mit Gewinnerzielungsabsicht), der freiberuflich Tätigen, sowie am Markt tätigen Sozialunternehmen in Rechtsform einer gGmbH. Der Sitz des Unternehmens oder eine Betriebsstätte müssen sich in Hessen befinden.

Nicht antragsberechtigt sind Existenzgründer.

Welche Voraussetzungen gibt es?

Antragsberechtigt sind kleine und mittlere Unternehmen (KMU) nach aktueller EU-Definition:

·         weniger als 250 Mitarbeitende

·         Jahresumsatz von höchstens 50 Mio. Euro oder Bilanzsumme von höchstens 43 Mio. Euro

·         weniger als 25% (Kapital- oder Stimmenanteile) im Besitz eines oder mehreren Unternehmen gemeinsam, welche die Definition eines KMU nicht erfüllen

 Weitere Voraussetzungen:

·         Sitz oder Betriebsstätte in Hessen

·         Bonitätseinstufung durch die Hausbank mit einer 1-Jahres-Ausfallwahrscheinlichkeit von höchstens 6,7 % vor Eintritt des zusätzlichen Liquiditätsbedarfes

·         Kein ungedeckter Liquiditätsbedarf per 31.12.2019

Darüber hinaus sieht das Programm eine Kofinanzierung in Höhe von mindestens 20% des WIBank-Darlehens durch ein Darlehen der Hausbank vor. Dieses kann weitestgehend frei strukturiert und voll besichert werden.

Das Programm ist zunächst befristet bis zum 31.12.2020

Wie sind die Konditionen?

Die WIBank stellt pro Endkreditnehmer einen Kreditbetrag zwischen 5.000 und 200.000 Euro bereit. Für Unternehmen des gewerblichen Straßengüterverkehrs gilt aus beihilferechtlichen Gründen ein verminderter Höchstbetrag von 100.000 Euro. Für Unternehmen mit Sitz außerhalb Hessens mit einer hessischen Betriebsstätte können je hessischem Vollzeitarbeitsplatz maximal 25.000 Euro beantragt werden.

Es werden zwei Laufzeitvarianten angeboten:

·         zwei Jahre mit endfälliger Tilgung

·         Fünf Jahre mit zwei tilgungsfreien Jahren, danach Tilgung in gleichbleibenden vierteljährlichen Raten zum Quartalsende

Zinsleistungen sind vierteljährlich zum Quartalsende fällig.

Für die Tilgung des Kredites wird ein Festzinssatz vereinbart. Der für die jeweilige Darlehenszusage gültige Sollzinssatz wird am Tag der Zusage durch die WIBank für die gesamte Laufzeit festgelegt. 

Aktueller Zinssatz (Stand: 25. März 2020): 1,25 % p.a. nominal

Derzeit ist noch die Einführung unterschiedlicher Endkreditnehmerzinssätze für die beiden Laufzeitvarianten n Abstimmung.

Wo muss der Antrag gestellt werden?

Der Förderkredit wird im Hausbankenverfahren vergeben. D.h. Ihre Hausbank stellt den Antrag bei der WIBank und bleibt Ihr alleiniger Ansprechpartner. Anträge, die direkt bei der WIBank eingereicht werden, dürfen nicht angenommen werden! Die WiBank bittet das Vorgehen einzuhalten, nur so können alle Anfragen schnellstmöglich bearbeitet werden.

Antrag Liquidätshilfe (doc)
Antrag Liquidätshilfe (pdf)
Merkblatt Liquidätshilfe


Weitere Finanzierungs- und Fördermöglichkeiten


Stellen Sie einen Antrag auf Herabsetzung der Vorauszahlungen bei Ihrem Finanzamt!

Da absehbar ist, dass aktuell Umsatzeinbrüche bestehen, kann ein Antrag auf Herabsetzung der Steuervorauszahlungen beim zuständigen Finanzamt gestellt werden. Sprechen Sie hierzu mit Ihrem Steuerberater oder stellen Sie selbst den Antrag. Das hessische Finanzministerium hat die Finanzämter sensibilisiert, Anträge zügig zu prüfen.

Beantragen Sie die Stundung von Steuerzahlungen!

Das hessische Finanzministerium hat die Finanzämter sensibilisiert, Stundungen zügig zu prüfen. Es will sich auch auf Bundesebene dafür verwenden, den Zinssatz für Stundungen zu verringern. Das bayerische Landesamt für Steuern hat ein Antragsformular für die Beantragung von steuerlichen Erleichterungen aufgrund der Auswirkungen des Coronavirus veröffentlicht. Der Vordruck ist neutral gehalten und kann für die Finanzämter in jedem Bundesland verwendet werden.

Sprechen Sie mit Ihrer Bank!

Wenn Sie als Unternehmen (langfristige) Kreditverbindlichkeiten haben: Sprechen Sie mit ihrer Hausbank über die Möglichkeiten einer Tilgungsaussetzung für den Zeitraum der Krise. Überprüfen Sie in diesem Zusammenhang, ob die Zinskonditionen noch den aktuellen Marktgegebenheiten angemessen sind und sprechen Sie mit der Hausbank über die Möglichkeiten einer Umschuldung. Sprechen Sie mit Ihrem Betreuer bei der Bank über die Situation, damit er die reduzierten Kontobewegungen richtig interpretiert.

 

Welche Hilfen gibt es, damit mein Unternehmen liquide bleibt?

Zur Überbrückung von Liquiditätsengpässen aufgrund von Umsatzausfällen im Zusammenhang mit dem Coronavirus stehen Kredit- und Bürgschaftsprogramme des Landes bereit. Dazu zählen:

Kapital für Kleinunternehmen (KfK)

Handwerksbetriebe mit bis zu 25 Mitarbeitenden und 5 Mio. Euro Jahresumsatz können Darlehen zwischen 25.000 und 150.000 Euro erhalten, die von der Hausbank um mindestens 50 Prozent aufgestockt werden. Für dieses Förderdarlehen sind keine banküblichen Sicherheiten notwendig. Weitere Infos

Gründungs- und Wachstumsfinanzierung Hessen (GuW)

Kleine und mittlere Unternehmen (KMU) mit bis zu 250 Mitarbeitern und 50 Mio. Euro Umsatz können aus diesem Förderprogramm über ihre Hausbank Betriebsmittelkredite bis 1 Mio. Euro erhalten. Weitere Infos

Bürgschaften

Die Bürgschaftsbank Hessen bietet in Zusammenarbeit mit dem Land Hessen Bürgschaften bis 1,25 Mio. Euro mit einer Bürgschaftsquote von bis zu 80 Prozent an. Dazu zählen auch Express-Bürgschaften für Kredite bis zu 300.000 Euro, die mit einer Bürgschaftsquote von 60 Prozent besichert und bei Erfüllung aller Kriterien besonders schnell erteilt werden. Weitere Infos

Das Land Hessen übernimmt in besonderen Fällen Landesbürgschaften in der Regel über 1,25 Mio. Euro, um in Kooperation mit der Hausbank sowohl die Finanzierung von Investitionen als auch die finanzielle Überbrückung von Liquiditätsengpässen abzusichern. Weitere Infos

 

Hier noch einmal die wichtigsten Adressen:

a.      WiBank Hessen (Die Seite wird fortlaufend aktualisiert und Sie finden hier die aktuellen Informationen zur Hilfe für Unternehmen).

Hinweis:

Für die bereits vorhandenen Finanzierungsprodukte gilt, dass sie im Hausbankenverfahren beantragt werden müssen. Anträge, die direkt bei der WIBank eingereicht werden, dürfen nicht angenommen werden. Nur bei Einhaltung dieses Vorgehens können Anfragen schnellstmöglich bearbeitet werden.

Bei Fragen ist das WIBank Servicecenter unter 0611 774-7333 täglich von 8 bis 20 Uhr zu erreichen.

b. Finanzierungsportal für den Mittelstand

c. Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW)

 

 

 

Unterstützung zum Erhalt der Arbeitsplätze – Kurzarbeitergeld:

Die Einschränkungen des öffentlichen Lebens treffen immer mehr Unternehmen in Nordhessen. Um wirtschaftliche Einbußen und Auftragsrückgänge abzufedern, sind derzeit sehr viele Betriebe an Kurzarbeit interessiert. Zehn Fragen und Antworten, wie Kurzarbeit genutzt werden kann und was sich rückwirkend seit Anfang März geändert hat.

Quelle: Handwerkskammer Kassel

 

 


 

 

Meisterbrief Ausgabe 01/2020

     

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